GASTARTIKEL: Entspannung bei KopfschmerzGASTARTIKEL: Entspannung bei Kopfschmerz

Kopfschmerzen? Warum Entspannung wichtig ist

Für jeden zweiten Erwerbstätigen sind Termin- und Leistungsdruck zum Alltag geworden, so der „Stressreport Deutschland“. Die Folgen dieser Entwicklung: Immer mehr Deutsche klagen über Dauerstress. Und über Kopfschmerzen. Warum der Schädel brummt, wenn der Stress Überhand nimmt, und warum Neurologen zu mehr Ruhephasen aufrufen, verrät dieser Artikel.


Erst Stress, dann Kopfschmerzen

Stress erzeugt Anspannung. Schließlich war diese Reaktion einst ein Schutzmechanismus, der die Menschen auf Angriff oder Flucht vorbereiten sollte. Doch angespannte Muskeln nützen den meisten Menschen, die heute unter Stress leiden, nicht mehr viel. Im Gegenteil: Nimmt die Anspannung nicht ab, sendet die verkrampfte Muskulatur Schmerzimpulse aus, die das Gehirn überfordern und schließlich in Kopfweh münden.

 

Tatsächlich nehmen Experten mittlerweile an, dass Stress einer der wichtigsten Auslöser von Kopfschmerzen ist. Kein Wunder also, dass sie das Problem an der Wurzel packen, wenn sie ihren Patienten eine effektive Therapie ans Herz legen wollen. So verordnen Neurologen ihren gestressten Patienten mittlerweile eine Extra-Portion Entspannung. Doch wer mitten im Berufsleben steht, zu Hause Kinder hüten muss und selten einen leeren Terminkalender hat, tut sich manchmal schwer, ganz zur Ruhe zu kommen. Doch auch für dieses Problem gibt es eine Lösung.

 

Besser abschalten – aber wie?

In der Kopfschmerztherapie hat sich die progressive Muskelentspannung nach Jacobsen als besonders effektiv erwiesen. Dabei werden alle Muskelpartien nacheinander angespannt, um sie dann bewusst loszulassen. Der Effekt ist sofort spürbar: Die Muskeln lockern sich, werden warm, Entspannung macht sich breit. Regelmäßig angewandt, hilft diese Methode, besser abzuschalten. Übrigens auch während der Mittagspause: Ein paar freie Minuten reichen aus, um unbemerkt die Muskeln an- und wieder zu entspannen.

 

Progressive Muskelentspannung dient vor allem als präventive Maßnahme, kann aber auch akute Kopfschmerzen lindern, da Entspannung immer wohltuend wirkt. Ein probates Mittel für akute Stresssituationen ist auch die „achtsamkeitsbasierte Stressreduktion“, kurz „MBSR“. Hier geht es darum, alle Gedanken und Gefühle bewusst anzunehmen. Auch das emotionale Leid, das entsteht, wenn Stress und Kopfschmerzen kein Ende nehmen. Gedanken wie „Jetzt geht das schon wieder los!“ erzeugen nur neuen Druck, der die Situation verschärft. Wer eine gesunde Distanz wahrt und sich nicht gegen Situationen sträubt, die sich sowieso nicht ändern lassen, behält leichter die Nerven. Und kann mit seinem Schmerz besser umgehen, da das emotionale Leid wegfällt, das ihn normalerweise verstärkt.

Fazit: Nur ein entspannter Mensch bleibt gesund

 

„Die Kunst des Ausruhens ist ein Teil der Kunst des Arbeitens“, wusste schon John Steinbeck, ein amerikanischer Schriftsteller. Wer dauerhaft leistungsfähig bleiben will, kann sich die unangenehmen Folgen von Dauerstress nicht leisten – Kopfschmerzen eingeschlossen. Deshalb sollte jeden Tag zumindest ein kleines Zeitfenster reserviert sein, um abzuschalten und zur Ruhe zu kommen. Nur so bleibt der Mensch dauerhaft gesund – und hat die Kraft, die er braucht, um seine Aufgaben zu erfüllen.

 

Übrigens: Wer mit akuten Stresssymptomen wie Kopfschmerzen zu kämpfen hat, braucht schnelle Hilfe. Welche Hausmittel sehr effektiv sind, zeigt der 25-seitige Kopfschmerz-Ratgeber von jameda.

Jeanette Stowasser

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